14 Feb 2009 @ 20:16 

Heute war ein sogenannter Blob-Tag, die Kiwis sagen naemlich zum Rumhaengen und Ausspannen “to blob”. Ich war also damit beschaeftigt den ersten Stapel Karten fertig zu machen, als weitere Gaeste bei Antje eintrafen. Nils ein halbausgewanderter Deutscher, der in Auckland arbeitet und Marcie, seine Freundin, die ihn aus Boston besucht. So verbrachten wir den restlichen Tag mit netten Plaudereien und einem vorzueglichen Abendessen von Nils. Damit Marcie die volle Schoenheit der Bay of Islands geniessen kann, werden wir zusammen mit den Beiden nochmals die Segelyacht bemuehen und einen weiteren Mehrtagestrip machen.

Bevor es aber auf zu “Sarrie” geht, stand am Sonntag Mittag nochmal eine kleine Lehrstunde auf der “Hot Gossip” an. So brachen wir gegen Mittag Richtung des Yachtclubs auf und machten uns daran, die Javelin aufzutakeln. Diesmals hatte Antje sogar fuer Gegner gesorgt und so musste ich noch so einige Kniffe lernen.
Zuallererst, wurde mir didaktisch sehr wertvoll gezeigt, das Antjes “QUICK” ein wirkliches schnelles Manoever erfordert. Denn wenn man sich zuviel Zeit laesst ;-), dann begruesst man das Wasser vom Nahen und das Boot kentert. Neben dieser eher negativen Erfahrung, gab es aber auch noch eine richtige Premiere, denn ich als Crew hatte ja bisher zwei Aufgaben, die aber bisher unabhaengig voneinaneinander ausgefuehrt wurden. Dies aenderte sich, denn auch mit einem gesetzten Genaker kann man sich ins Trapez schwingen. Ich kann euch sagen, dass macht dann gleich doppelt soviel Spass, denn man ist ja fast doppelt so schnell. 🙂 Oder wie es Antje immer ausdrueckt: “JIIIEEEEHAAAAAA!”
Alles in allem schlug ich mich sehr gut, denn im Gegensatz zu unseren Gegner kenternten wir nur ein Mal. Auf den Geraden waren wir sogar schneller, nur um die Ecken hapert es bei mir…

Ka kite anoo

PS: It is allways better you are not guilty, if a woman raises her voice. But it is even more crucial, if she changes the swearing from her foreign language to her native one.

Tags Tags: , , ,
Categories: Opua
Posted By: Dirk
Last Edit: 25 Feb 2009 @ 12:46

EmailPermalinkComments (2)
 13 Feb 2009 @ 21:10 

Heute war es nach dem Spass mal an der Zeit ein wenig Kultur mit in den Urlaub einfliesen zu lassen. So machte ich mich morgens mit Andy auf zum Bay of Islands Yacht Club, welcher auf der gleichen Halbinsel wie der geschichtstraechtige Ort “Waitangi Treaty Grounds” liegt. In den dort stehenden Haeusern wurde 1840 die erste Vereinbarung von Maori mit den Britischen Siedlern unterschrieben und das Gelaende ist heute ein Museum zum Andenken an dieses Ereignis.
Bevor ich mich in die Geschichte der Neuseelaendischen Nation gestuerzt habe, wanderte ich noch ein kleinen Track zu den Haruru Falls (die ersten Wasserfaelle auf diesem Trip 😉 ). Nach einem netten Spaziergang entlang des Waitangi Rivers und durch die allgegenwaertigen Mangroven, sollten mich die lautesten Wasserfaelle in ganz Neuseeland erwarten. Hmmm, also entweder es liegt an mir, oder an dem nur zu einem Drittel der Breite fliessendem Wasser, aber laut wars nicht wirklich.
Nachdem der Rueckweg geschafft war, gings nahtlos weiter auf die Treaty Grounds, um dort das ein oder andere Wissenswerte zu lernen. So war der Ort Russel, welcher nur einen Katzensprung entfernt auf der gegenueberliegenden Seite der Bucht liegt, als das “Hell Hole of the Pacific” bekannt. Wenn das mal die ganzen Kreuzfahrtschiffe wuessten, die hier Ankern. Sehr Eindrucksvoll war auch das riesige Maori waka taua (war canoe), welches zur 100 Jahr Feier gestiftet wurde. Es benoetigt mindestens 76 Paddler um sicher im Wasser gesteuert werden zu koennen und kann dazu noch weitere 50 Passagiere transportieren.
Am spaeten Nachmittag gab es meine zweite Unterrichtsstunde im Javelin segeln. Diesmals wurde ich in den Harnisch gezwaengt, den das Crewmitglied eigentlich traegt. Dieser dient dazu, sich waehrend der Fahrt am sogenannten Trapez einzuhaengen, um durch ein Herausschwingen aus dem Boot ein besseres Gegengewicht zum Segel zu bieten. Ich kann euch sagen, es ist auf jeden Fall ein mega-cooles Gefuehl, waehrend der Fahrt nahezu waagerecht komplett ausserhalb des Boots schwebend ueber das Wasser zu gleiten und dabei den enormen Winddruck im Segel zu spueren. Neben dieser ersten Erweiterung meiner Aufgaben als Crew gab es noch eine zweite Neuerung, naemlich das Gennaker zu setzen. Dies ist ein grosses Vorsegel, welches die Geschwindigkeit enorm erhoeht und somit einen wichtigen Bestandteil der Renntaktik darstellt. Nachdem ich waehrend dieser Fahrt dieses Segel zweimal gesetzt und wieder eingeholt hatte, beendeten wir den heutigen Unterricht und genossen das allfreitaegliche BBQ im Club.

Ka kite anoo

PS: A little Tip for all sailing-beginners: Never-ever try to get out of the boat with one leg only. It is certainly hilarious for all the spectators to watch a german guy nearly doing a split, because one leg stands in the water and the other one is still inside the boat. 😀

PPS: For our norwegian climate refugee, i have heared finally the winter has found you after 3 years. So maybe you should consider New Zealand as new shelter. There are only 3-5 days of freezing here, it is still British Commenwealth and if it is raining, the water is lukewarm.

Tags Tags: , , , , , ,
Categories: Opua
Posted By: Dirk
Last Edit: 21 Feb 2009 @ 12:12

EmailPermalinkComments (2)
 10 Feb 2009 @ 21:14 

Tja, Antje nicht erreicht, also doch nichts mit dem trockenen Ritt. Bleibt mir nur der Weg zu Fuss am Wasser entlang. Naja wenigstens hat es aufgehoert zu regnen. Also die “Huehner” gesattelt und auf gehts.

Costal Walk, hmhm, Trampelpfad trifft es eher. Aber immerhin, wenns nicht wieder angefangen haette zu regnen, dann waere die Aussicht bestimmt super. Doch so bin ich mir nicht ganz sicher, was schlimmer ist, das Wasser von oben, der Matsch von unten, oder die Luftfeuchtigkeit von nahezu 100 Prozent. Zusaetzlich geht der Weg noch durch einige Mangrovenwaelder, die gerade von der Flut unter Wasser stehen. Also Tropen pur und ich dachte ich haette Neuseeland gebucht. Nach knappen 2 Stunden bin ich trotz einem kleinem Umweg innerhalb von Opua mal wieder schneller als von Antje erwartet an meinem neuen Schlafplatz und einer heissen Dusche angekommen. Der Empfang ist wie immer herzlich, wenn auch ein wenig zurueckhaltend. Kann ich garnicht verstehen? So nass und verschwitzt bin ich doch nun auch wieder nicht. 😉

Nachdem die Klamotten gewechselt und ich halbwegs trocken bin, gehts auch gleich weiter im JATours Programm. Antje unterrichtet Nachmittags eine Gruppe von Erwachsenen im Segeln. Also wird nicht lange gefackelt und ich werd in einen Neoprenanzug gesteckt. So geruestet wird ihr Javelin “Hot Gossip” aufgetakelt und wir drehen eine schnelle Runde. Fuer eine laengere Fahrt fehlt die Zeit, da die internationale Segelklasse (2* NZ, 2* CA, 1* DE, 1* RU) anfaengt und ich gleich mal die wichtigsten Worte lerne:
Tack – Wende bzw. im Wind kreuzen
Leech – Die dritte Seite des Segels, die nicht am boom (Baum) oder am mast (Mast) entlang laeuft.
Nachdem jeder der Schueler eine kleine Runde gesegelt ist, alle Jollen wieder verstaut und die Theoriestunde abgehandelt ist, gibts zum Abschluss noch einen Drink von der Bar des Yacht Clubs. Wie sollte es anders sein, ein gutes “Becks Bier”.

Zum Abschluss des ereignissreichen Tages gibt es noch ein Abendessen bei Bekannten von Antje (Josseline, Larry, Lisa), bei welchem man wieder fantastisch die Gastfreundlichkeit aller Kiwis vor Augen gefuehrt bekommt.

Ka kite anoo

PS:
5 Minutes before I arrived at Antjes home, a car stopped next to me and the driver asks me, where I would heading for. This is quite typical in kiwi land, if a backpacker walks near a street, several cars are stopping and offering you a lift.

Tags Tags: , , , ,
Categories: Travel
Posted By: Dirk
Last Edit: 21 Feb 2009 @ 11:06

EmailPermalinkComments (2)
\/ More Options ...
avatar
Change Theme...
  • Users » 1
  • Posts/Pages » 38
  • Comments » 59
Change Theme...
  • Cathedral CoveCathedral Cove
  • Fox GlacierFox Glacier
  • HaheiHahei
  • NgauruhoeNgauruhoe « Default
  • PacificPacific
  • TongariroTongariro
  • LightLight

Gallery



    No Child Pages.

Travel preparation



    No Child Pages.

2013



    No Child Pages.